Im Glanz der Kindersoprane

Am Vorabend des St. Wenzeltages (27.9) bot das Festival eine Begegnung mit dem ersten deutschen Gast an. Und das in der sehr schön hergerichteten Johannes Täufer Kirche in Kamenický Šenov, wo der Kinderchor der Philharmonie Dresden auftrat. Das  „Kind“  von Kurt Masur, dass von Gunter Berger weiterentwickelt wurde, füllte den herbstlichen Abend mit Gesang, der vorwiegend von Mädchenstimmen gebildet wurde, mit Werken von Bach bis zu Volksliedern.

Dieser, auf den Bühnen auf der ganzen Welt, bekannte Kinderchor mit reichen Erfahrungen und breitem Repertoire, war eines des Vokalensembles die während dem Festival vorgestellt wurden. Ein Ensemble, deren Mittglieder sorgfältig ausgesucht werden, und dass an der Dresdner Philharmonie wirkt, und das heute von dem Professor Berger aus Leipzig, der Erfahrungen aus Leipzig und  Berlin hat, geleitet wird. Dieser Chor gehört unter die besten deutschen Chöre, dies bewies der Chor auch bei dem diesjährigen achten Festivalabend.

Die vielfältig zusammengestellte Dramaturgie des Abends war eine sehr gute Visitenkarte des Ensembles. Die erste Hälfte des Konzertes wurde durch den klassischen geistlichen Nachlass gefüllt, in der das Ensemble die obligatorische grenze von Bach überschreitete und stellte eine Reihe Komponisten des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart vor. Die auf einen Kontrast aufgebaute zweite Hälfte des Konzerts stellte die bearbeiteten      Volkslieder   von Japan bis zum alten Kontinent vor. Aber auch die musikalisch interessante  gegenwärtige Werke in Führung mit  den Kompositionen des schwedischen Komponisten Arne Mellnäs. Dieser Abend hat ein schönes künstlerisches Erlebnis, dass ein weiterer Beitrag zum Vertiefen des deutsch-tschechischen Dialoges war, der vor Jahren schon angefangen hat, gebracht.

Der angenehme, vorwiegend von Mädchen gebildete Chor, der  von einer freundlichen jungen Generation von Talenten gebildet wird, von der wir  jemanden vieleicht in ein paar Jahren  in der Dresdner Semperoper hören können werden, zeigte, wie er gut vokalisch vorbereitet ist. Der  nette Chorleiter knüpfte gleich am Anfang Kontakt mit dem tschechischen Publikum. Der Chor wurde von einem stürmischen Beifall belohnt, danach stimmte der Chor  noch das tschechische Volkslied „Oči černé“ an, damit brach er alle Barrieren. Dieser perfekte Musikdialog wurde von der ausverkauften Kirche in Kamenický  Šenov  sehr gut angenommen. Es war von allen Seiten ein gelungener Festivalabend, der begeisterte und in allen Anwesenden ein freudiges  und schönes Gefühl der Schönheit hinterließ.