IMF Lípa Musica 2015 – 14. Jahrgang

Das internationale Musikfestival Lípa Musica fand dieses Jahr im Termin vom 17. September bis den 21. November statt, der Prolog fand am 21. August statt, und betete 24 Konzerte und einen Workshop an. In 16 Orten des Kreises Liberec und Ústí und im sächsischen Grenzgebiet wurde klassische Musik, Musik zu Filmen, Folk, Alternativmusik, Oper sowie Tanz vorgestellt. Während des Programms stellten sich bekannte heimische sowie ausländische Künstler vor, wie zum Beispiel der Geiger Josef Špaček, der Trompeter Marek Zvolánek, die Flötistin Jana Semerádová, der weltbekannte  Bratschist Nicolas Altstaedte, Iva Bittová, das Tiburtina Ensemble, das PhilHarmonia Octet, Musica Florea, Cappella Mariana, das Smetana Trio, die Gebrüder Eben, die  Philharmonie Hradec Králové oder die Kinderoper Prag.

Der Höhepunkt des 14. Jahrganges war die Aufführung der Kantate Von Orff Carmina Burana in Nový Bor. Es fehlten auch die Vorstellungen für Kinder und Aufführungen mit jungen Talente der Grundkunstschule aus Česká lípan nicht. Das Patronat über dem Festival übernahm dieses Jahr der Kulturminister Herr Daniel Herman, der Botschafter der BRD  in Tschechien Herr J. E. Dr. Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven, der Bezirkshauptmann Herr Martin Půta, der Bischof von Leitmeritz Mons. Jan Baxant. Das Festival fand dieses Jahr mit der Unterstützung des Kreises Liberec, des Kultusministeriums, des Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, der Stadt Nový Bor und Česká Lípa, des Fonds Bohemia Heritage Fund, und anderer Institutionen statt. Die Hauptpartner ist die Brauerei Cvikov, die Gesellschaft RWE und Ještědská stavební. 

Das internationale Musikfestival Lípa Musica ist eine bedeutende kulturelle Veranstaltung der nordböhmischen Region, dessen Ziel ist es die kulturelle Bewusstheit der Region zu kultivieren, das kulturelle Angebot zu vergrößern und zu bereichern und verantwortungsvoll die Rolle des Kulturträgers in der individuellen beruflichen sowie persönlichen Entwicklung der Bevölkerung zu tragen, insbesondere dann mit dem Ziel die Schaffenskraft, die Kultivierung der demokratischen Werte und der individuellen Stellungnahmen sowie die Stärkung der Verantwortung für die geerbten sowie gestalteten Werte zu entfalten. Das Festival strebt die Ausnutzung des Potentials der kulturellen Merkwürdigkeiten der Region für eine intensivere Gewährung der Diensleistungen und für die Schaffung der Impulse zur Entfaltung des Reiseverkehrs mit dem höheren Mehrwert an.

Mit dem Bewusstsein der brennenden Folgen der historischen Ereignisse, die die nordböhmische und sächsische Regionen erheblich bezeichneten, in denen das Festival wirkt, entstand bereits vor drei Jahren eine Initiative mit dem Ziel, gegen faktische sowie mentale Grenzen zu kämpfen, die in manchen von uns in diesem Sinne immer noch tief geankert sind, und zwar vor allem durch die Bildung eines musikalischen Dialogs, der alle Grenzen und Barrieren tilgt. Mit Rücksicht darauf, dass dieser Bedarf immer intensiver wahrgenommen ist und die Verantwortung sowie der mögliche Beitrag des Festivals in diesem Sinne ganz logisch und offensichtlich ist, die Idee der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit ist in den eigenen Kern der Festivaldramaturgie gekommen. Fernerhin, also auch im Jahre 2015, wird sie zur zentralen dramaturgischen Linie erhöht, die auf der organisatorischen Zusammenarbeit mit sächsischen Städten, auf der gegenseitigen Präsentation der bedeutenden Phänomene der tschechischen und der deutschen Musikliteratur sowie der renommierten Interpreten insbesondere im Bereich der klassischen Musik der einheimischen sowie der deutschen Provenienz beruht: Cellist Nicolas Altstaedt, Trompeter Oliver Lakota, Philharmonische Kinderchor aus Dresden oder tschechienwirkende Künstlern mit deutschen Wurzeln – Dirigent Andreas Sebastian Weiser oder Cembalistin Barbara Maria Willi. Bereits das vierte Jahr kamen auch dank der Förderung des Tschechisch-deutschen Zukunftonds und des Ministeriums für Kultur - der Abteilung für internationale Beziehungen - einige von Höhepunkten des Festivals in Zittau, Großschönau und neulich auch im Oybin (Ruine der Klosterkirche) zustande. Den Konzertbesuchern wurde auch in diesem Jahr der Transport mit dem Festivalbus zu den außerhalb des Festivalherzens - Česká Lípa (Böhmisch Leipa) - organisierten Veranstaltungen gratis ermöglicht und das auch zu den in Deutschland veranstalteten Konzerten. Die Gesamtbesucherzahl des Festivals erreichte die Grenze von 4.200 Personen.