Lípa Musica Sextett in Waltersdorf mit einer Änderung

Ein weiteres Konzert im Rahmen der diesjährigen Festivalreihe, das mit dem Namen des künstlerischen Garanten Josef Špaček verbunden ist, verspricht ein herausragendes Ereignis zu werden, denn neben dem gemeinsamen Duett mit dem Konzertmeister der Berliner Philharmoniker in Česká Lípa, hat Herr Špaček hierfür fünf weitere markante Künstlerpersönlichkeiten eingeladen, die ohne Übertreibung zur europäischen Spitze gehören. So entsteht ein einzigartiges Sextett, das in dieser Zusammensetzung eine Weltpremiere darstellt. Violine spielt neben Špaček der für seine musikalische Finesse berühmte Tobias Feldmann, Sieger bei anspruchsvollsten Wettbewerben. Den Bratschenpart übernehmen Sergej Malov, ein kreativer Multiinstrumentalist, der sich weltweiter Popularität erfreut, und Máté Szücs, ein weiterer Repräsentant des besten Orchesters der Welt, der Berliner Philharmoniker. Den Cellopart spielen der international erfolgreiche Tomáš Jamník und Gabriel Schwabe, der eine anerkannte Autorität in seinem Fach ist und weithin zu den besten Cellisten unserer Zeit gezählt wird… kurz, das Waltersdorfer Konzert wird eine seltene und exklusive musikalische Delikatesse… Ursprünglich avisierte Julian Steckel leider musste seine Mittwirkung im Lípa Musica Sextett aus gesundheitlchen Gründen absagen. Wir freuen uns sehr, dass Gabriel Schwabe den Violoncellopart kurzfristig übernimmt. 

Gabriel Schwabe konnte sich in den letzten Jahren unter den führenden Cellisten seiner Generation etablieren. Maßgebliche Kritiker loben seine Interpretationskunst und sein technisches Vermögen in Verbindung mit einer beeindruckenden Bühnenpräsenz. Gabriel Schwabe ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, u.a. des Grand Prix Emanuel Feuermann 2006. Im Jahr 2007 gewann er den Deutschen Musikwettbewerb des Deutschen Musikrates und wurde von den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern mit dem Solistenpreis ausgezeichnet. 2009 erhielt er beim Concours Rostropovitsch in Paris einen Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerkes "Invocation" von Éric Tanguy. Im gleichen Jahr gewann er den renommierten Pierre Fournier Award in London. Inzwischen debütierte Gabriel Schwabe bei bedeutenden Orchestern, darunter das Philharmonia Orchestra unter Danail Rachev (Dvorák), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski (Tschaikowski) und die NDR Radiophilharmonie unter Eivind Gullberg Jensen (Dvorák). Weiterhin arbeitete er als Solist mit Orchestern wie dem DSO Berlin, der Royal Northern Sinfonia, den Sinfonieorchestern von Malmö und Norrköping unter Dirigenten wie Michael Sanderling, Cornelius Meister, Dennis Russell Davies, Marc Soustrot und Christian Kluxen. Im kammermusikalischen Bereich musiziert Gabriel Schwabe regelmäßig mit gewichtigen Interpreten wie Isabelle Faust, Christian Tetzlaff, Albrecht Mayer, Lars Vogt, Kirill Gerstein and Jonathan Gilad. Bereits im September 2010 gab er sein Recital-Debüt in der Londoner Wigmore Hall. Er ist regelmäßiger Gast bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Jerusalem Chamber Music Festival und dem Internationalen Kronberg Festival. 2015 hat er sich mit dem Label Naxos auf eine exklusive Zusammenarbeit geeinigt. Seine Debüt-CD (Brahms Cello Sonatas and Songs mit dem Pianisten Nicholas Rimmer) wurde noch im selben Jahr veröffentlicht. Es folgten Einspielungen mit dem Malmö Symphony Orchestra unter Marc Soustrot, der Royal Northern Sinfonia unter Lars Vogt und dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin unter Antoni Wit, die enthusiastische Kritiken erhielten. Gabriel Schwabe wurde in Berlin als Sohn deutsch-spanischer Eltern geboren. Er studierte bei Catalin Ilea an der Universität der Künste in Berlin und bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy und erhielt zusätzliche Impulse von Janos Starker, Gary Hoffman und Gidon Kremer. Zum Wintersemester 2019 wird Gabriel Schwabe am Conservatorium Maastricht eine Celloklasse übernehmen. Er spielt ein italienisches Violoncello (Brescia, um 1600) - eine großzügige Leihgabe aus Privatbesitz.