Martin Prokeš über diesjährige Dramaturgie

Lípa Musica ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens des Nordböhmens während seiner zwölfjähhrigen Existenz geworden und seinen Namen bildet das Festival auch im benachbarten Sachsen. Es hat sich als ein internationales Festival mit internationaler Künstlerteilnahme so wie so als ein Festival mit einem regionalen Wirkungsbereich etabliert und es hat seine Position im Kalender der nordböhmischen Kulturgemeinschaft verankert. Der vergangene 12. Jahrgang hat sich als das Erfolgreichste im Hinblick auf Publikum in die Festivalsgeschichte eingeschrieben, was vor allem im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen Situation ein unbestreitbarer Beweis ist, dass das Festival und die von ihm vermittelten künstlerischen Werte sehr positiv wahrgenommen und akzeptiert werden. Unterstützt von diesen Fakten kann sich das Festival eine kühnere Dramaturgie für das 13. Jahr leisten, deren Leitmotiv die Feier des Jahres der tschechischen Musik sein wird.

Das diesjährige Festivalprogramm wird eine Begegnung mit klassischer Musik, Folk, alternativer Musik und Oper anbieten, ein Musikwettbewerb für Kinder und Jugendliche wird auch nicht fehlen. Das Festival wird auch einen erfolgreichbegonnenen Dialog mit den deutschen Nachbarn weiter entwickeln. Im benachbarten Sachsen werden wieder drei Konzerte gehalten werden, auf denen sich vor allem tschechische Künstler präsentieren werden. In Tschechien werden sich renommierte in-und ausländische Musikern präsentieren, von denen wir z. B. Stefan Margita, Jiri Pavlica und Hradišťan, Collegium 1704 und einen der weltberühmtesten Pianisten Gerhard Oppitz nennen können. Als wirklich einzigartige Projekte des Festivals kann man die tschechische Premiere der Oper Armida von Scarlatti in der Produktion des mobilen Barocktheaters Theatrum Florea oder Premiere des britischen Gitarristen und Sänger Jono McCleery bezeichnen. Das Internationale Musikfestival Musica Lipa zeigt jedes Jahr, dass die Stagnation und Selbstzufriedenheit mit der aktuellen Situation ihm fremd sind. Sein 13. Jahr bringt neben dem traditionellen und bewährten Angebot auch weitere Neuheiten und Bereicherung. Diese sind mit dem Traditionellen im richtigen Verhältnis gemischt und rücken das gesamte musikalische Unternehmen einen Schritt weiter.

„Lípa Musica tritt dieses Jahr zur Feier des Jahres der tschechischen Musik 2014 bei. Das spiegelt sich auch in der diesjährigen Dramaturgie. Die Musik ist nämlich ein repräsentativer Bestandteil der tschechischen kulturellen Identität. Die Namen wie Antonín Dvořák, Bedřich Smetana, Leoš Janáček, Bohuslav Martinů, Josef Suk, Jan Dismas Zelenka und andere sind zuverlässige Marken, die die Menschen in der ganzen Welt als die "tschechischen" erkennen. Neben der tschechischen Musik ist ein wichtiges Kapitel auch die deutsch-tschechische Zusammenarbeit . Sie ist meiner Meinung nach ein guter Weg, der wert der Pflege ist und der weiter zu entwickeln ist. Lípa Musica wird sich dieses Jahr in zwei traditionellen Orten in Großschönau und Zittau und in einem neuen wunderschönen Ort in Schirgiswalde präsentieren.“

Martin Prokeš, Gründer und Leiter des Festivals