Gerhard Oppitz

Ticketpreis: 250 Kč

Gerhard Oppitz – Klavier

Franz Schubert (1797-1828):
Impromptu Nr. 1 f-Moll, Op.142 D 935, Allegro moderato
Impromptu Nr. 2 A-Dur, Op.142 D 935, Allegretto
Impromptu Nr. 3 B-Dur, Op.142 D 935, Thema, Andante
Impromptu Nr. 4 f-Moll, Op.142 D 935, Allegro scherzando
Phantasie-Pilger C-Dur, Op. 15 D 760, Allegro con fuoco ma non troppo, Adagio, Presto, Allegro

Pause

Johannes Brahms (1833-1897):
Variationen und Fuge B-Dur nach dem Thema von Händel, Op. 24, Arie, Variationen, Fuge

Ein großes Vergnügen für das Publikum ist, den Auftritt von Gerhard Oppitz gleich zweimal innerhalb eines Festivals zu erleben. Seinen ersten Auftritt hat der Musiker an einem neuen Veranstaltungsort des Festivals - Teplice (Teplitz), in der Stadt mit einer reichen musikalischen Geschichte sowie Gegenwart.

Franz Schubert ist bis heute als Komponist von Hunderten Liedern bekannt. Obgleich es Schubert, einem typischen Romantiker, nicht vergönnt war, lang auf dieser Welt zu verweilen, schaffte er es als Komponist neben der Komposition von Liedern auch in anderen Genren Spuren zu hinterlassen. Schubert war Autor von Symphonien, Opern, Messen sowie Kammermusik. Seine Klavierkompositionen gehören zu dem poetischsten Stücken, welche für dieses Instrument je geschrieben wurde.Die Klavierimprovisationen, mit denen das Abendprogramm beginnt, könnte man ihrem Namen nach für simple Kompositionen halten. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um durchdachte und reiche Kompositionen, die im Umfang mit Sonaten vergleichbar sind.

Der deutsche Komponist und Pianist Johannes Brahms wurde einige Jahre nach Schuberts Tod in Hamburg geboren. Bereits mit dreizehn Jahren begann er als Pianist in verschiedenen Lokalen und anderen fragwürdigen Einrichtungen zu musizieren. Er knüpfte auch Kontakte zu den um eine Generation älteren Listz und Schumann. Als Brahms in den sechziger Jahren nach Wien umzog, wurde er hier als Nachfolger Beethovens betrachtet. Mit Erinnerungen an seine eigenen nicht gerade leichten Anfänge, half er später dem jungen Antonín Dvořák sich durchzusetzen. Für den Interpreten des Abends Gerhard Oppitz stellt das Klavierwerk von Brahms einen der Pfeiler seines Konzertrepertoirs dar.

Gerhard Oppitz wurde 1953 im bayerischen Frauenau geboren. Bereits seit seinem fünften Lebensjahr spielt er Klavier und mit elf Jahren gab er erste Konzerte. Bereits zu dieser Zeit fiel er Paul Buck auf, der als Professor an der Musikhochschule in Stuttgart tätig war.

1974 schrieb sich Oppitz in die Meisterkurse von Hugo Steurers in München ein. Zur gleichen Zeit traf der junge Pianist den beinahe achtzigjährigen Wilhelm Kempff, der eine wichtige Säule in der Interpretation der klassischen Musik in Deutschland darstellte und der Oppitz für das Werk von Ludwig van Beethoven begeisterte. Den Höhepunkt seiner beispiellosen Karriere auf die Bühnen der Welt erreichte er 1977 in Tel Aviv, wo Oppitz im Artur-Rubinstein-Wettbewerb siegte und wo Rubinstein selbst in der Jury saß. Oppitz erlangte durch den Wettbewerb Bekanntheit, dank derer er zu weiteren Konzerten in den USA, Japan und in ganz Europa eingeladen wurde. Im Jahre 1978 wurde ihm eine Stelle an der Münchner Musikhochschule angeboten, an der er später zu deren jüngsten Professor ernannt wurde.

Bewundertswert ist Oppitzs Arbeitsintensität. Weiterhin bleibt er auch der Arbeit mit jungen talentierten Pianisten treu. Nebenbei spielt er jährlich um die rund achtzig Konzerte mit den besten und weltberühmtesten Orchestern und Dirigenten. Dazu gehören unter anderem: die Wiener und Berliner Philharmoniker, das Königliche Philharmonische Orchester, das Israelitische Philharmonische Orchester oder das Londoner Philharmonische Orchester.

Das musikalische Register von Oppitz ist sehr umfangreich. Den größten Raum widmet er den Zyklen für Soloklavier von Bach, Mozart, Schubert, Beethovens Sonaten und vornehmlich dem ganzen Werk von Brahms, das er bereits in vielen Weltmetropolen aufführte. Ebenfalls beachtenswert ist seine Arbeit für die Unterstützung  zeitgenössischer Komponisten wie Lutoslawski, Veerhoff, Stockhausen und andere. Zu seiner pädagogischen Tätigkeit und den Konzerten kommen außerdem noch die Aufnahmen zahlreicher Musikträger hinzu.

Gerhard Oppitz ist eine interessante und allseitige Persönlichkeit nicht nur wegen seines musikalischen Engagements. Über ihn ist außerdem bekannt, dass er ein Polyglott ist, der sieben Weltsprachen spricht. Eine seiner weiteren Leidenschaften ist außerdem das Flugwesen. Er fliegt das Flugzeug zu seinen Konzerten in Europa sogar selbst