Pavel Steidl, Gabriela Demeterová

Pavel Steidl – Gitarre, 
Gabriela Demeterová - Violine

Nicolò Paganini (1782–1840)
Sonate I. (Centone di Sonate Nr. 3)
* Introduzione
* Tempo di Marcia
* Rondoncino

Sonaten und Ghiribizzi für Sologitarre

Capricco Nr. 21 Solovioline

Sonata concertata
* Allegro spiritoso
* Adagio assai espressivo
* Rondeau

Jana Obrovská (19301987)
3 Capriccios für Violine und Gitarre

Pavel Steidl (1961)
Und geh auch nach Ithaka (zu Ehren von Jana Obrovská)

Carlo Domeniconi (1947)
Berounka

Astor Piazzolla (1921–1992)
Geschichte vom Tango (Café 1930, Night  Club)

Der berühmte in Genua geborene Geiger und Komponist Niccolò Paganini war ein großes musikalisches Talent. Mit vierzehn Jahren unternahm er seine erste Konzerttournee durch die Lombardei und seitdem war er fast ununterbrochen auf Reisen, auf denen er das Renommee eines Virtuosen gewann, dessen Technik großes Erstaunen weckte. Niccolò Paganini schrieb fast ausschließlich instrumentale Musik. Sehr bald begriff er die Tatsache, dass , das Interesse an seinen Konzerten nachlassen könnte, wenn er seine Kompositionen im Druck herausgibt und so entschied er sich, seine Werke nur als Interpret zu verbreiten.

Jana Obrovská ist ausschließlich auf das Gebiet der instrumentalen Musik orientiert. Ihre Musik ist oft meditativ, ihre Wirksamkeit erzielt sie durch eine modern gefühlte instrumentale Farbigkeit und einen innerlichen Ausdruck. Ihren größten Erfolg erreichte sie mit ihren Kompositionen für Gitarre, zu der sie dank ihrem Mann, dem führenden tschechischen Gitarristen Milan Zelenka neigte.

Der italienische Gitarrist und Komponist Carlo Domeniconi ist auf der Szene der klassischen Musik sowie der Jazzszene bekannt. Seit 1966 lebte er in Westberlin, zuerst als Student der musischen Fakultät an der Universität der Künste, 20 Jahre später ebendort als Professor. Daraufhin übersiedelte er als Pädagoge nach Istanbul. Seine Begeisterung für türkische Volksmusik spiegelte sich auch in vielen Gitarrenkompositionen wider.

Der argentinische Komponist Astor Pantaleón Piazzolla gilt als der Begründer des sogenannten neuen Tangos, einer neuen artifiziellen Form der traditionellen argentinischen Tangoform. Er wurde nicht nur als Komponist sondern auch als Bandoneonspieler berühmt. Seine Kompositionen stießen am Anfang auf Unverständnis – die Argentinier hielten sie für zu entfernt vom traditionellen Tango. Piazzolla hielten aber  diese Reaktionen nicht ab. Sein intensives Schaffen zählt im Gesamtüberblick über 300 originäre Werke im Geiste des neuen Tangos und Musik zu fast 50 Filmen.

Gabriela Demeterová
Viele Jahre spielt sie Barockmusik auf einem modernen Instrument, mit dem Einsatz von zeitgenössischen Interpretationselementen. Sie nahm an vielen Wettbewerben im In- sowie im Ausland teil und gewann eine Reihe von Auszeichnungen. Als erste Tschechin gewann sie den Titel einer Finalistin am internationalen Yehudi Menuhin Wettbewerbin Folkeston in England. Gabriela Demeterová konzertiert in Europa, in den USA, in Südafrika und auch in Japan, arbeitet mit bedeutenden Musikensembles und Dirigenten in der ganzen Welt. Seit 1995 war sie Solistin und künstlerischen Leiterin des Kammermusikensembles Collegium der tschechischen Philharmoniker. Gabriela Demeterová spielt eine Geige aus der Werkstatt des italienischen Meisters

Giuseppe Rocca aus dem Jahre 1855 und eine Geige von Kašpar Strnad aus dem Jahre 1795. Zur Zeit hat sie auch die Ehre und Möglichkeit, die Geige „Prinz von Orange“ des italienischen Meisters Giuseppe Antonio Guarneri del Gesù aus der Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts zu spielen, die ihr die staatliche Sammlung des Nationalmuseums in Prag großzügig geliehen hat.

Pavel Steidl
1982 wurde er Sieger des Wettbewerbs Radio France de Paris. Dieser Erfolg öffnete ihm  den Weg zum Aufbau seiner internationalen Karriere. Er konzertierte in mehr als dreißig Ländern (Kanada, Kuba, Spanien, Polen, Österreich, Costa Rica, Guatemala, Australien, Japan, Großbritannien, Mexiko und viele andere). Er nahm viele Kompositionen des Weltrepertoires und von tschechischen Komponisten nicht nur der Vergangenheit, sondern auch des 20. Jahrhunderts auf. Pavel Seidl komponiert auch und mit seinen Kompositionen erweitert er oft sein Konzertrepertoire.

Die italienische Zeitschrift Guitart führt seinen Namen unter den 8 wichtigsten Gitarristen der Welt des Jahres 2003 und zwei Jahre später erhielt es den Preis Classical Guitar Award 2005.