Prager Kammerphilharmonie, Gaetano d'Espinosa

Eröffnungskonzert des Festivals

Prager Kammerphilharmonie
Gaetano d'Espinosa – Dirigent (Italien)

Gioacchino Rossini (1792–1868)
Vorspiel zur Oper Italienerin in Algier

Antonín Dvořák (1841–1904)
Tschechische Suite D-Dur, op. 39
* Preludio (Pastorale). Allegro moderato
* Polka. Allegretto grazioso
* Sousedská (Minuetto). Allegro giusto
* Romanza. Andante con moto
* Finale (Furiant). Presto

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Symphonie Nr. 5, c-Moll, „Schicksaalssymphonie“, Op. 67
* Allegro con brio
* Andante con moto
* Allegro
* Allegro

Eine Italienische Opernouvertüre, ein rein tschechisches Orchesterstück aus der Feder  Antonín Dvořáks und zum Schluss Beethovens Schicksalssymphonie. Ein Programm wie geschaffen für die Eröffnung des Musikfestivals, das die deutsch-tschechische Wechselbeziehung hervorheben und das Beste aus dem Musikangebot vergangener Jahrhunderte bringen will. 

Gioacchino Rossini ist vor allem dank der Oper „Der Barbier von Sevilla“ bekannt und auch dadurch, dass er innerhalb von seinen 37 Jahren 39 Opern schrieb und sich dann entschloss, mit der Schöpfung für Theater ganz und gar aufzuhören. Er wurde in Pesaro geboren, die Musikausbildung erhielt er in Bologna. Die Beziehung zur Oper baute er sich bereits von klein auf an.

Das Vorspiel zur „Italienerin in Algier“ pflegt ein dankbares Eröffnungsstück zu sein. Es beginnt mit einer langsamen Einführung, die die Neugier der Zuhörer anspannt. Sie werden danach aber weder um die für Rossini typischen Tonleiterläufe noch um das brillantes Streicherspiel gebracht.

Antonín Dvořák entschied sich, nach dem Erfolg der Orchester-Serenaden E-Dur und d-Moll, eine Komposition zu schreiben, die aus tschechischen Volkstänzen hervorgeht. Das Werk erklang zum ersten mal am 16. Mai 1879, ein Jahr später dirigierte die Tschechische Suite in Prag Dvořák selbst und zwar am 29. März 1880 auf dem Wohltätigkeitskonzert zugunsten des Baus des Nationaltheaters. 

Die fünfte Symphonie bildet die zentrale Achse der symphonischen Schöpfung Ludwig van Beethovens und stellt gleichzeitig einen Wendepunkt in der symphonischen Komposition überhaupt dar – sie faszinierte ihre Gegenwart und fasziniert bis heute.

Die Musikkritiken aus aller Welt bezeichnen den Dirigenten Gaetano d’Espinosa als eines der größten Talente seiner Generation im Bereich der klassischen Musik. Er dirigierte zahlreiche führende Weltorchester. Im Jahre 2010 erhielt er von der Öffentlichkeit und von den Kritikern viel Lob für die Leitung der Produktion von Leoncavallos Oper „I Pagliacci“ auf den Festivals La Fenice, in Spoleto, im Teatro Massimo in Palermo und im Opernhaus in Genua.