Rosenkranzsonaten

Rosenkranzsonaten

18/9/19.00
Horní Police, Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung

Lucie Hůlová Sedláková – Violine
Jaroslav Tůma – Orgel

Heinrich Ignaz Franz Biber: Rosenkranzsonaten
Sonate 1 d-Moll – Mariä Verkündigung
Sonate 2 A-Dur – Mariä Heimsuchung
Sonate 4 d-Moll – Darstellung Christi im Tempel
Sonate 9 a-Moll – Kreuztragung Christi
Sonate 10 g-Moll – Kreuzigung Christi
Sonate 13 d-Moll – Ausgießung des Heiligen Geistes
Sonate 14 D-Dur – Mariä Himmelfahrt

Lassen Sie uns über Geheimnisse aus dem Leben der Jungfrau Maria in der im neuen Glanz strahlenden, marianischen Wallfahrtskirche in Horní Police nachsinnen. Fünfzehn Ereignisse aus dem Leben der Mutter Gottes, über die man im Gebet meditiert und die jeweils zu fünft in den freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranz eingeteilt sind, vertonte im 17. Jahrhundert der im nahen Wartenberg (Stráž pod Ralskem) geborene Komponist Heinrich Ignaz Franz Biber. Die Sonaten bieten viele Impulse aus der Sicht der Komposition, der Virtuosität und sogar der Numerologie und werden mit Recht für die größten Kompositionen für Solo-Violine vor Johann Sebastian Bach gehalten. In Horní Police erklingt eine Auswahl davon in der authentischen Interpretation entsprechend der ursprünglichen Vorschrift des Autoren unter Verwendung der barocken Skordatur der Violine und Orgelbegleitung mit dem frisch rekonstruierten historischen Instrument aus der Werkstatt von Vladimír Šlajch, das als eines der wenigen in Mitteleuropa für die authentische Interpretation von Barockwerken geeignet ist. Der marianische Barockabend erhält seine volle Schönheit durch das Wort von P. Stanislav Přibyl, der über musikalische, historische und geistige Zusammenhänge des Werkes nachdenken wird, und durch eine kommentierte Besichtigung des rekonstruierten Wallfahrtsortes.