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Teplice, Schloß, Rokokosaal

Das Schloss Teplice steht an der Stelle eines ursprünglich romanischen Benediktinerklosters, das 1158-64 von Königin Judith gegründet wurde. Das Kloster wurde 1426 von Meißner Truppen beschädigt. Nach der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde an dieser Stelle eine Festung errichtet. Sie wurde dann in mehreren Etappen zu einer Burg umgebaut. Möglicherweise baute bereits Volf von Vřesovice den Grundteil des Hauptflügels. Die wichtigsten Umbauten begannen während des Besitzes der Burg durch Vilém Vchynský (Kinský). Durch ein kaiserliches Dekret aus dem Jahr 1634 wurde das Anwesen von den Vchynskis beschlagnahmt und dem kaiserlichen Marschall Jan Aldringen, einem gebürtigen Lothringer, übergeben. Zu dieser Zeit erfuhr das Schloss massive bauliche Veränderungen hin zu seinem heutigen klassizistischen Aussehen. Im Jahr 1835 war das Schloss Teplice Schauplatz eines Treffens zwischen dem österreichischen Kaiser Ferdinand V., König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Zar Nikolaus I. von Russland anlässlich der Enthüllung des russischen Denkmals für die Schlacht von Chlumec. Der letzte adlige Besitzer ab 1920 war Alfons Clary-Aldringen, der offen mit dem Nationalsozialismus sympathisierte. Im Jahr 1938 beherbergte er den englischen Lord Runciman auf Schloss Teplice. Die Familie Clary-Aldringen bewohnte das Schloss bis Mai 1945. Von 1947 bis heute ist das Schloss ein Museum.

Rokokosaal:
Nach 1751 wurde der dominierende Raum des Hauptflügels des Schlosses der Große Saal, an den sich sechs Räume mit Blick auf den Schlossplatz anschlossen. Die ursprüngliche Rokoko-Stuckverzierung des Saals wurde Ende des 18. und dann im späten 19. Jahrhundert verändert. Damals wurde die Einrichtung durch einen Kronleuchter aus der Werkstatt des Murano-Meisters Giovanni Ongar vervollständigt. Ursprünglich war der Saal mit Möbeln ausgestattet und an den Wänden waren große Porträts angebracht. Im Jahr 2002 unterstützte die Europäische Union das Projekt des Regionalmuseums in Teplice zur Rekonstruktion des Rokokosaals im Rahmen des Programms Phare CBC. Die Gesamtkosten für die Rekonstruktion beliefen sich auf fast 1,5 Mio. EUR. CZK. Gegenwärtig wird der Saal wieder für Konzerte und feierliche Anlässe genutzt. Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)